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PolarNEWS / Polare Welten CH-2018/19

ARKTIS // DER NORDEN

ARKTIS // DER NORDEN SCHÖNE KALTE WELT ////////////////////////////////////////////////////////////////////////////// EINE WUNDERWELT AUS EIS UND BERGEN DIE ARKTIS IST «OBEN» AUF DER ERDKUGEL, hier leben keine Pinguine, aber viele Eisbären. Noch höher, im Sternenhimmel fast direkt über dem Nordpol, thront hell der Polarstern. Die alten Griechen gaben ihm den Namen Arctos, was soviel wie Bär bedeutet, und seither heisst die Nord-Eiskappe Arktis. Lange galt der 66. nördliche Breitengrad als deren Grenze. Das ist der Punkt, an dem die Sonne am Tag der Sommersonnenwende nicht untergeht. Am Nordpol auf 90 Grad scheint sie dann ein halbes Jahr durchgehend. Heute verwenden vor allem Forscher andere Kriterien zur geografischen Definition der Arktis. Zum Beispiel als Gebiet, in dem gegen Norden hin keine Bäume mehr wachsen. Oder als Gebiet, in dem es im Juli nie wärmer als 10 Grad wird. So oder so: Die nördliche Eiskappe ist kein Land, sondern ein Meer, auf dem das Eis bis zu drei Meter dick und ständig in Bewegung ist. Wer auf dem Drifteis steht und still innehält, spürt das permanente sanfte Ruckeln des Eises in den Füssen. Unter dem Nordpol erstreckt sich das Nordmeer 4000 Meter tief bis zum Meeresboden. AM RAND DER ARKTIS LIEGEN DIE ANRAINERSTAATEN Russland, die USA mit Alaska, Kanada, Dänemark mit Grönland und Norwegen. Vier Millionen Menschen leben in den kalten Zonen. Nur ein verhältnismässig kleiner Teil davon sind Inuit, die Ureinwohner der Arktis, die sich traditionellerweise nomadisch von Robben- und Rentierjagd ernähren. Die meisten Inuit in Grönland sowie der russischen und kanadischen Arktis sind aber längst in Dörfern sesshaft geworden. Vor allem die Siedlungen in Grönland mit ihren farbigen Holzhäusern liegen pittoresk idyllisch inmitten der kargen Wildnis. Nicht nur die Anrainerstaaten streiten sich politisch seit Jahren darüber, wem wie viel Meer gehören soll. Denn die Arktis birgt unermessliche Bodenschätze: Erdöl und Erdgas, Kohle, Bunt- und Edelmetalle, Gold und Uran. DIE SCHÖNSTEN SCHÄTZE DER ARKTIS FINDEN SICH OBERIRDISCH. Eine unerwartet artenreiche Tierwelt mit Rentieren, Moschusochsen, Walrossen, Robben und vielen Vögeln, Walen und reichhaltigen Fischgründen. Und natürlich trifft man hier recht zuverlässig den Eisbären, den mächtigen König der Arktis. Weil er sich vor nichts und niemanden fürchtet, «inspiziert» er durchaus mal in aller Seelenruhe Schiffe, die Touristen in sein Reich bringen. So beeindruckend die Tiere des Nordens sind: Nicht minder imponiert die Landschaft. Da breiten sich mitten im kalten Meer Inseln von harscher Schönheit aus, mit schroffen Bergen und vergletscherten Tälern. Hier widersetzt sich eine zähe und deshalb umso reizendere Flora den harten Lebensbedingungen. Arktis-Neulinge beginnen meist mit einer leichten Schifffahrt vor Grönland. Spitzbergen gilt als der Klassiker. Die kanadische Arktis ist ein Erlebnisraum für Fortgeschrittene, und Hartgesottene reisen in die russische Arktis. Die Krönung allerdings ist der Nordpol – mit dem Eisbrecher oder im Camp Barneo. POLARNEWS IST MITGLIED DER AECO – ASSOCIATION OF ARCTIC EXPEDITION CRUISE OPERATORS. Die AECO ist ein internationaler Zusammenschluss von Veranstaltern von Expeditionskreuzfahrten in arktische Gebiete. Mitglieder der AECO verpflichten sich, Expeditionsreisen in der Arktis unter grösstmöglicher Berücksichtigung der sensiblen Umwelt, heimischen Kultur und historischen Stätten durchzuführen sowie Sicherheit auf See und an Land zu gewährleisten.

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