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PolarNEWS / Polare Welten CH-2017/18

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ANTARKTIS // FALKLAND -

ANTARKTIS // FALKLAND - SÜDGEORGIEN - ANTARKTISCHE HALBINSEL FLORA & FAUNA IN UNENDLICHER VIELFALT ////////////////////////////////////////////////////////////////////////////// EINE TRAUMHAFTE INSELWELT DES SÜDENS. ABWECHSLUNGSREICH UND ARTENREICH – EIN GANZ BESONDERES TIER- UND PFLANZENPARADIES ALLE 200 INSELN DES FALKLAND-ARCHIPELS ZUSAMMENGENOMMEN ERGEBEN EINE FLÄCHE NUR KNAPP EINEN VIERTEL SO GROSS WIE DIE SCHWEIZ. Dafür gibt es hier endlos viele Küstenkilometer und das kommt der Tierwelt sehr entgegen. Mehrere Pinguin- und Robbenarten versammeln sich jedes Jahr in riesigen Kolonien zum Brutgeschäft, auch der seltene Felsenpinguin. Und weil die Falklands ausserhalb des antarktischen Südozeans liegen, trifft man hier auch Seevögel beider Klimazonen. Der Falklandpieper und der Falklandkarakara sind sogar ausschliesslich auf diesen Inseln zu Hause. Kurz: ein Paradies für Vogelfreunde. Und Schafe weiden hier, Tausende von Schafen. Aber die gehören den Menschen, die auf den Falklands wohnen, 3000 sind es insgesamt – wenn man die dort stationierten englischen Soldaten nicht mitrechnet. Auch was die Pflanzenwelt betrifft, sind sich die Botaniker uneins, in welche Klimazone sie die Falklands einordnen sollen. Manche sagen, es ist Tundra. Andere sind der Ansicht, es ist Subantarktis. Diese Spitzfindigkeiten spielen für Falklandbesucher aber keine Rolle. Denn Ausflugsziele wie die Carcass-, die Pebble-, die Saunders- und die Sea Lion Island oder das Cape Dolphin und Kelp Point offenbaren die ganze Schönheit und Vielfalt der Falklandinseln. Kaum vorstellbar, dass Argentinien und England 1982 einen Krieg um diesen Vorposten der Antarktis geführt haben. DEFINITIV IN DER SUBANTARKTISCHEN ZONE LIEGT SÜDGEORGIEN. Es gehört politisch gesehen ebenfalls den Briten. Geographisch betrachtet, ist die 1400 Kilometer von Südamerika entfernte Insel optimal positioniert. Denn das Meer rund um Südgeorgien zählt zu den produktivsten, sprich nährstoffreichsten Gewässern der Welt. Entsprechend ist auch die Unterwasser-Tierwelt überaus artenreich. Und dies wiederum machen sich die Tiere zu Nutzen, die eigentlich im oder auf dem Wasser leben, aber zum Brüten festes Land aufsuchen. So hat sich Südgeorgien über die Jahrtausende zu einer Art Brut-Zentrale für eine riesige Anzahl von Flugvögeln und Pinguinen entwickelt. Zumal auch das Inselklima verhältnismässig mild ist und die Pflanzen und Gräser deshalb überraschend gut gedeihen. Hier findet man zum Beispiel die meisten Königspinguine, Forscher schätzen ihre Anzahl alleine auf der Insel auf 400’000 Brutpaare. Den Bestand von Goldschopfpinguinen geben sie gar mit 5 Millionen Tieren an. Neueste Untersuchungen haben ergeben, dass auf Südgeorgien 65 Millionen Vögel leben – diese Zahl gilt ohne Pinguine, die ja auch Vögel sind. Im Südsommer pulsiert das Leben auf der 160 Kilometer langen und 30 Kilometer breiten, bergigen Insel. Das wussten leider auch die Menschen, die um 1900 herum jahrzehntelang Robben und Wale jagten und manche Tierarten fast ausrotteten. Walfangstationen wie Grytviken und Godthul erlangten traurige Berühmtheit. Die Stationen sind zum Glück längst verlassen. Sie zu besuchen, ist immer noch ein schauderhaft-beeindruckendes Erlebnis.

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© 2015 by PolarNEWS, Redaktion: Heiner Kubny – Impressum