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PolarNEWS Magazin - 26 - CH

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Sonnengruss? Was dieser

Sonnengruss? Was dieser Eisbär an der Küste von Danskøya tut, sieht aus wie eine Yoga-Übung. die Landzunge, vor allem in der Hoffnung auf aktivere Bären. Tatsächlich, wie aus dem Nichts tauchen plötzlich drei Bären auf einem Hügel direkt an der Küste auf. Eine Mutter und ihre zwei fast erwachsenen Jungen haben die Stelle besetzt und wollten sich wohl gerade zu einem Schläfchen niederlegen. Doch unsere Anwesenheit scheint sie wach zu halten, jedenfalls beobachten wir uns eine halbe Stunde lang gegenseitig in dieser einmaligen Kulisse. Weisse Bären auf weisser Insel! Begeistert, aber ziemlich runtergekühlt kehren wir zurück und erkennen, wie viel Glück wir gehabt haben. Ein einmaliges Erlebnis! Den Nachmittag verbringen wir der Eiskante entlang fahrend, wir schwelgen noch in Gedanken an Kvitøya und freuen uns, als schon wieder der Ruf «Eisbär!» ertönt. Mittlerweile der elfte Bär, einfach toll! Das Tier wandert gemächlich über das Eis, die Nase immer in der Luft auf der Suche nach etwas Fressbarem. Wir wollen schon wieder rein, weil der Bär abdreht, da entdeckt der Kapitän in der Distanz etwas Dunkles auf dem Eis. Andréeneset, Salomon-Andrée-Denkmal. Beim Näherkommen entpuppt es sich als Walrosskuh mit Kalb, schmusend und entspannt auf einer Scholle ruhend. Gekonnt steuert Kapitän Levakov unsere «Plancius» gerade nahe genug an der Scholle vorbei, damit die Tiere nicht fluchtartig ins Wasser huschen. Mit dem Eis im Hintergrund und einem Streifen Sonnenlicht ist das Bild perfekt! Wer möchte da schon wieder in den warmen Salon hineingehen! Lange bleiben wir draussen auf Deck und geniessen diese arktische, doch fragile Welt. Den Tag lassen wir an der Kante des mächtigen Austvonnas, der grössten Eiskappe auf der Nordhalbkugel, ausklingen. Schon beeindruckend, wie diese 180 Kilometer lange und bis zu 50 Meter hohe Wand aus Eis an uns vorbeizieht. Und wie um noch eins auf diesen Tag draufzusetzen, kracht plötzlich ein Teil der Wand unter mächtigem Getöse zusammen! Ein Hammerabbruch an einem Hammertag! Arktisches Feuerwerk Nur noch drei Tage bleiben uns in dieser Wunderwelt der Arktis. Und wer jetzt glaubt, dass Svalbard seine «Munition» schon verschossen hat, wird eines Besseren belehrt. Noch einmal zündet die Svalbard- Rakete: Auf Barentsøya begeistert uns der Vogelcanyon, Heimat von unzähligen Dreizehenmöwen. Denn er zeigt sich im Sonnenschein und bietet Action in Form eines Himmels voller Vögel. Auch auf dem Boden geht die Post ab, denn ein Fuchs begrüsst uns an der Landestelle, und zwei weitere Füchse zeigen uns, wie schnell ein abgestürzter Jungvogel zur Mahlzeit werden kann – beziehungsweise wie ein Fuchs sprichwörtlich den Vogel abschiessen kann, indem er ihn einfach aus dem Stand aus der Luft schnappt. Einmalige Eindrücke, die sogar erfahrene Guides entzücken. Am Abend auf der Fahrt durch den Størfjorden, die Wasserstrasse zwischen Edgeøya und der Hauptinsel, besuchen uns um die 30 Finn-, Sei- und Zwergwale auf ihrer Suche nach Nahrung – die Kameraauslöser kommen kaum zur Ruhe. Denn das Ganze wird umrahmt vom sanften Abendlicht der Augustsonne. Auch die Südwestecke mit dem Hornsund begeistert mit spektakulärer Landschaft, Sonnenschein und einer spannenden Gletschercruise in der Burgerbukta, wo uns neugierige Papageitaucher und Bartrobben nahe herankommen lassen, sodass wir sogar die Wassertropfen an den Federn und den Schnauzhaaren ablichten können. Der Paierlbreen zeigt uns nochmals die Mächtigkeit eines Gletscherabbruchs. Und sogar am letzten Tag im Bellsund, wo wir die Vielfalt des svalbardischen Wetters mit viel Nebel und lauem Regen erleben dürfen, ist Svalbard magisch. Wir kehren zurück in die Zivilisation, restlos begeistert und verzaubert von Svalbard und vor allem von Kvitøya, der weissen Insel und Heimat der weissen Bären. Neugieriger Eisfuchs. 48 PolarNEWS

Mamont Auf den Schantar-Inseln Unterwegs in der abgeschiedenen Wildnis Ostrusslands. Text: Tamara Mazur Bilder: Mamont Foundation Die Mamont Foundation wurde 2007 ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Polargebiete der Erde näher zu erforschen, um ein besseres Verständnis für die klimatischen Zusammenhänge auf der Erde zu erlangen. Dies beinhaltet den Fortschritt in der Erforschung der Ozeane und Polargebiete, den Klimawandel, neue wissenschaftliche Untersuchungen der Tiermigration in der Arktis, insbesondere des ausgestorbenen Mammuts, sowie die weitere Erforschung der Permafrost-Regionen, um zusätzliche Erkenntnisse über die Gründe für das Aussterben des Mammuts zu gewinnen. Mittels professioneller Abenteuer- und Forschungsreisen zum Nordpol möchte die Mamont Foundation auf die Wichtigkeit der Forschung sowie auch die wunderbare Welt der Polarregionen und den Schutz unserer Erde hinweisen. Um dieses Ziel zu erreichen, startet die Foundation diverse hochkarätige Projekte. Der Mamont Cup ist eines davon. Er führte im vergangenen August 24 russische Teilnehmer in die Wildnis der Schantar-Inseln im Ochotskischen Meer an der Ostküste Russlands. Ein Bericht in Bildern. Ankunft am Camp-Strand. Farbenspiel von oben. Massenhaft Treibholz. Weitverzweigtes Mündungsgebiet. Der Schantar-Archipel besteht aus 15 Inseln. Verirrt: Ein junger Grönlandwal. NORTH SOUTH Lagerfeuer-Romantik. Unberührte Strände, kilometerweit. THE MAMONT CUP C H O O SE A DVE NTU RE PolarNEWS 49

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