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PolarNEWS Magazin - 26 - CH

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UNSERE KATALOGE 2018 JE

UNSERE KATALOGE 2018 JE T Z T B E S T ELLE N BESONDERS REISEN – WELTWEIT STUDIEN- & ERLEBNISREISEN // PRIVAT- & INDIVIDUALREISEN GERNE SENDEN WIR IHNEN IHRE KATALOGE KOSTENFREI ZU IKARUS TOURS AG | Ackersteinstr. 20 | CH-8049 Zürich | TEL (0) 44 211 88 33 | info@ikarus-tours.ch | WWW.IKARUS-TOURS.CH 28 PolarNEWS

Rubriktitel Und rein ins Futter! denn kaum im Wasser, werden die Umrisse von drei Orca-Bullen immer klarer – sie schwimmen auf uns zu. Zehn Meter vor uns drehen die Tiere bei und checken die Lage. Wir sehen drei rund 8 Meter lange, ausgewachsene Orcas – und sie fünf Menschlein in schwarzen Anzügen und Flossen. Dabei können Orcas unter Wasser eigentlich nur schlecht sehen, denn sie nehmen die Umgebung wahrscheinlich nur in groben Helligkeitsschwankungen wahr. Daher haben die Tiere auch eine so klar kontrastierte Schwarz- Weiss-Färbung, wenn man sie von der Seite betrachtet: Die Theorie besagt, dass sich die Tiere so gegenseitig besser beobachten können. Von oben oder unten gesehen ist der Orca dann wiederum unsichtbar gegenüber einem möglichen Opfer. Mir läuft es eiskalt den Rücken runter, aber nicht wegen des kalten Wassers. Derweil die Orcas die Lage als völlig ungefährlich beurteilen. Mit ein paar wenigen eleganten Flossenschlägen sind sie wieder im schimmernden Grün des Meeres verschwunden. Vorsichtig folgen wir ihnen. Und wo immer wir fortan hinschwimmen, halten die Orcas einen Abstand von rund zehn Metern zu uns. Wir hören, wie sie miteinander kommunizieren. Wir sehen, wie sie die Heringe zusammentreiben. Wir sind sprachlos angesichts dieser Sensation. Orcas könnten dem Menschen mit Leichtigkeit bedrohlich werden. Aber in der freien Wildbahn ist bis jetzt kein Unfall bekannt geworden. Warum die Schwertwale uns Menschen nicht als Nahrung betrachten, ist bisher noch ungeklärt. Fest steht aber, dass diese Wale ausgeprägte soziale Wesen sind mit einer komplexen Kommunikation – und dass sie als solche auch ausgesprochen friedfertige Tiere sind, da sind sich alle Forscher einig. Dass Orcas, die in Gefangenschaft gehalten werden, hin und wieder ihre Pfleger attackieren, ist nur dem Umstand zuzuschreiben, dass sie sich in Schwimmbecken nicht in ihrem sozialen Wesen und auch nicht in ihrem Bewegungstrieb entfalten können. Sind Regelungen nötig? Unsere Bilder-Ausbeute könnte besser sein. Im trüben Wasser beim Sicherheitsabstand der Orcas ist es schwierig, scharfe Bilder hinzukriegen. Aber immerhin: Auch mit «Grünstich» sind die Bilder fantastisch. Glücklich und immer noch ziemlich sprachlos tuckern wir zurück an Land – und wir sind nicht die einzigen: Immer mehr und mehr Schlauchboote und Whale-Watching-Anbieter kommen im Winter nach Andenes. Das wird hier leider zunehmend zum Problem. «Vielleicht kann dann niemand mehr zu den Tieren ins Wasser. Im schlimmsten Fall werden wir hier Verhältnisse haben wie in British Columbia, wo die Walbeobachtungs-Spots in der Hochsaison von Touristen regelrecht überrannt werden», sagt Mikkelsen. So weit ist es in Norwegen zum Glück noch nicht. Alle professionellen und respektvoll arbeitenden Anbieter hoffen auf einen möglichst langen Winter der Orcas in Nordnorwegen, damit Begegnungen, die die Emotionen beflügeln, noch möglichst lange anhalten können. Natürlich nur mit dem grössten Respekt im Umgang mit den Tieren. Und wer weiss – vielleicht suchen sich die Heringe ja bald wieder eine neue Bleibe für den Winter. Dann beginnt alles wieder von vorn. PolarNEWS 29 Aus die Maus.

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