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PolarNEWS Magazin - 26 - CH

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Bilder: Ruedi Abbühl, Michael Wenger In heutiger Zeit verenden Felsenpinguine als Opfer von Öltanker-Unfällen oder durch die Ausbeutung von Erdöl oder Erdgas. Die kommerzielle Fischerei über dem Patagonischen Schelf und rund um die Falklandinseln führt ebenfalls zu Konflikten, aus denen die Felsenpinguine als Verlierer hervorgehen. Zudem verändern der ausbeuterische Fischfang sowie die globale Erwärmung des Klimas das Nahrungsnetz im Meer – zu Ungunsten der Pinguine. Die Klimaveränderungen begünstigen das vermehrte Aufkommen von Stürmen bei den Brutkolonien. Steigende Lufttemperaturen haben bereits dazu geführt, dass Felsenpinguine auf den Falklandinseln später mit dem Brutgeschäft beginnen und leichtere Eier legen – zwei Faktoren, die wiederum den Bruterfolg beeinflussen, leider auch hier ins Negative. Wenn sich die Temperatur des Meerwassers verändert, kann das Nahrungsnetz durcheinandergeraten. Die Pinguine finden schliesslich weniger oder nichts mehr zum Fressen. Man hat auch festgestellt, dass die Pinguine unter dem derzeit herrschenden Windregime (es dominieren südliche und westliche Winde) mehr und besser Nahrung finden, als wenn die Winde aus anderen Richtungen wehen. Dies aber ist genau die Voraussage: In Zukunft könnte der Wind über dem Südatlantik mehrheitlich aus Nord oder Ost pfeifen. Status: Gefährdet Nicht nur im Meer lauern Gefahren, auch an Land haben es die Felsenpinguine vielerorts schwer. Lebensraumzerstörung ist hier das Stichwort. So zum Beispiel auf den Falklandinseln, wo das Vieh der Farmer das Tussockgras zerstört. Diese dichten, grossen Grasbüschel, die ganze Landschaften bedecken können, bieten vor allem den jungen Pinguinen hervorragenden Schutz bei Starkregen. Ohne Tussock aber erhöht sich die Sterbeziffer unter den Jungpinguinen. Auf der einsamen südatlantischen Insel Tristan da Cunha brannten die Bauern früher den Tussock ab, um Äcker und Felder zu gewinnen – sehr zum Nachteil der dortigen Felsenpinguine. Auf der Macquarie-Insel verursachten grasende Wildkaninchen Erdrutsche. Dabei wurden Pinguine getötet und Neststandorte zerstört. Die traurige Bilanz all dieser Gefahren: Die Weltnaturschutzunion führt auf ihrer Roten Liste den Südlichen Felsenpinguin als gefährdet, den Nördlichen gar als stark gefährdet. Oben: Auch wenn die Vögel auf den Felsen brüten: Einem Strandspaziergang sind sie keineswegs abgeneigt. Unten: Von allen Pinguinen mit Federschmuck haben die Felsenpinguine die längsten Zierfedern. Gegenwärtig sind 5,6 Prozent der Ozeane als Meeresschutzgebiete ausgeschieden. Dies ist zwar ein guter Anfang, bei weitem aber nicht genug: Bis im Jahr 2020 sollen 10 Prozent der globalen Meeresoberfläche geschützt sein. Es dürfte knapp werden, dieses Ziel auch nur annähernd zu erreichen… PolarNEWS 21

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